bKV Steuer / arbeitnehmerfinanziert

betriebliche Krankenzusatzversicherung

Steuerliche Behandlung von arbeitnehmerfinanzierten
Beiträgen zu Gruppen-Krankenversicherungen

Grundsatz: Beitragsdifferenz zum Normaltarif begründen keinen geldwerten Vorteil! Die betriebliche Gesundheitsförderung ist für den Arbeitnehmer i.d.R. steuerfrei!

Sachlage:
Bei den meisten Gruppentarifen der Versicherer handelt es sich um eigenständig kalkulierte Tarife. Dies gilt im Hinblick auf die Zusammensetzung des Kollektivs der Versicherten (Mindestzahl, Mindestanteil der Belegschaft eines Unternehmens. Mindestumfang einer Tätigkeit für das Unternehmen, eingeschränkte Gesundheitsprüfung) und insbesondere im Hinblick auf den fehlenden Aufbau einer Alterungsrückstellung.

In den Normaltarifen kann sich dagegen jede natürliche Person — abhängig von einer in der Regel umfassenden Gesundheitsprüfung — versichern.

Fazit:
Die qualitativen und auf versicherungsmathematischen Grundlage beruhende Unterschiede von den Gruppentarife zu den Normaltarifen stellen keinen

Preisnachlass mit Rücksicht auf die Zugehörigkeit zu einem Arbeitgeber dar. Somit bieten die Gruppentarife keinen Prämienvorteil. den das Unternehmen (der Arbeitgeber) an die im Gruppentarif zu versichernden Arbeitnehmer weitergeben könnte. In der Konsequenz entsteht kein geldwerter Vorteil für die im Gruppentarif versicherten Arbeitnehmer und ggf. für deren Angehörige.

Die Normaltarife sind insoweit nicht als Vergleichsmaßstab geeignet, weil der Arbeitnehmer. der sich nicht für den Gruppentarif entscheiden kann oder will, stattdessen aber eine Krankenversicherung mit dem selben Leistungsspektrum (einschließlich der Alterungsrückstellungen) und zu anderen Aufnahmebedingungen der gewählten Versicherung abschließt, ein Aliud, d. h. ein anderes Versicherungsprodukt wählt.

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