Private Pflegeversicherung (PPV)

Die Pflegeversicherung wurde 1995 in Dt. gesetzlich eingeführt

Auf Grund von Krankheit oder Behinderung können ca. 2 Millionen Menschen in Deutschland ihre alltäglichen Aufgaben nicht mehr selbstständig erledigen. Deshalb wurde in Dt. 1995 die Pflegepflichtversicherung als Grund- oder Basisversorgung in Form der sozialen und privaten Pflegeversicherung per Gesetz als Pflichtversicherung eingeführt.

Gesetzlich Krankenversicherte zahlen gemäß dem Solidarprinzip der GKV einen vom Einkommen abhängigen Beitrag an ihre Pflegekasse . Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung beträgt für Eltern sowie für Mitglieder, die vor dem 01.01.1940 geborene wurden im Kalenderjahr 2012 nun 1,95 Prozent. Versicherte Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr müssen einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent, also 2,2 Prozent entrichten. Privat Krankenversicherte zahlen einen fast immer deutlich niedrigeren nicht einkommensabhängigen Beitrag gemäß Ihrer individuellen Einstufung nach Alter bei identischen Leistungen zur gesetzlichen sozialen Pflegeversicherung.

Leistungen aus der Pflegeversicherung können erst nach der Erfüllung der 5-jährigen Wartezeit in Anspruch genommen werden. Ein durch die jeweilige Kasse beauftragter Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) legt dann die Pflegestufe fest mit der der zeitliche Aufwand und die Leistungen für Hilfe bei der Körperpflege, Mobilität, Ernährung und Versorgung bezuschusst wird.

Die zunehmende demografische Verschiebung der Altersstrucktur bei gleichzeitigem höherem Lebensalter und damit zwangsläufig zunehmender Pflegebedürftigkeit hat den Gesetzgeber zu Reformen in der Pflegeversicherung erstmals zum 01.07.2008 gefordert und wird mit den Leistungserweiterungen und Anhebungen der Bezüge weitere Reformen erfordern.

Gemäß Prognosen der Rürup-Kommission werden im Jahr 2020 ca. 2,81 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl auf 3,27 Millionen steigen.